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Bio Merinowolle aus Patagonien
IVN BEST & GOTS zertifiziert

Welche Wolle kratzt nicht?


Wolle gilt als natürlicher, nachwachsender Rohstoff mit hervorragenden Eigenschaften: temperaturausgleichend, atmungsaktiv und feuchtigkeitsregulierend. Doch viele Menschen haben Bedenken, wenn es um das Tragegefühl auf der Haut geht. Kund:innen fragen uns immer wieder: Welche Wolle kratzt nicht?

Wir erklären dir, welche Faktoren über die Weichheit von Wolle entscheiden, welche Wollarten besonders hautfreundlich sind und worauf du bei empfindlicher Haut achten solltest.

Welche Wolle ist weich und kratzt nicht?


Ob eine Wolle weich ist oder kratzt, hängt in erster Linie von der Dicke der einzelnen Wollfasern ab – sie wird in Mikron (μm) gemessen. Je feiner eine Faser, desto geschmeidiger fühlt sie sich auf der Haut an. Ab einer Faserstärke von etwa 25 Mikron und mehr kann Wolle für viele Menschen als kratzig empfunden werden, da die dickeren Fasern sich nicht mehr elastisch an die Haut anlegen, sondern auf ihr aufliegen und sich aufstellen.

Als besonders weich gelten folgende Wollarten:

  • Merinowolle: Sie hat eine Faserdicke von etwa 16 bis 21 Mikron und gehört damit zu den feinsten Schurwollen. Kleidung aus Merinowolle kratzt in der Regel nicht und wird deshalb auch direkt auf der Haut getragen.
  • Wolle/Seide-Mischungen: Diese Kombination vereint die temperaturausgleichende Wirkung der Wolle mit der glatten, kühlenden Struktur der Seide – ideal für Unterwäsche, Babybodys oder empfindliche Haut. Die Seide macht den Stoff noch glatter und geschmeidiger
  • Kaschmir: Diese Edelwolle stammt von der Kaschmirziege und ist besonders fein (ca. 15–19 Mikron). Sie ist weich, aber auch deutlich pflegeintensiver und preislich höher angesiedelt.

Auch bei Merinowolle gibt es Qualitätsunterschiede. Besonders hochwertige Bio-Merinowolle stammt aus kontrolliert biologischer Tierhaltung (kbT) und wird nicht chemisch behandelt – wie bei ENGEL.
Merinoschafe aus Patagonien – hochwertige Wolle von Engel, weich, hautfreundlich und nicht kratzend

Warum juckt Wolle auf der Haut?


Wenn Wolle als kratzig oder juckend empfunden wird, kann das verschiedene Ursachen haben:

  • Faserstärke: Dicke Fasern mit mehr als 25 Mikron reizen die Haut mechanisch.
  • Verarbeitung: Rau oder minderwertig verarbeitete Wolle kann Borsten enthalten, die sich unangenehm aufrichten.
  • Chemische Ausrüstung: Konventionell behandelte Wolle (z.B. mit Superwash oder Chlorbehandlung) kann Rückstände enthalten, die Hautirritationen verursachen.
  • Trockene Haut: Vor allem im Winter kann empfindliche Haut durch Reibung auf Wolle gereizt werden, auch wenn die Faser fein ist. Es gibt aber auch Menschen, deren Haut so empfindlich ist, dass selbst die feinste Wolle als kratzig empfunden wird.

Es ist also nicht die Wolle an sich, die juckt – sondern ihre Qualität, Herkunft und Verarbeitung entscheiden darüber, wie sie sich auf der Haut anfühlt.

Ist Wolle gut für Babyhaut?


Die Antwort ist: ja, aber nur die richtige Wolle. Babys haben eine besonders empfindliche und durchlässige Haut, die weder übermäßige Reibung noch Temperaturunterschiede gut ausgleichen kann. Hier kommt Bio-Merinowolle aus kontrolliert biologischer Tierhaltung zum Einsatz – sie ist nicht nur weich, sondern wirkt auch temperatur- und feuchtigkeitsregulierend, ohne die Haut zu reizen. Manche Babys haben so sensible Haut oder Hautkrankheiten, dass selbst feinste Wolle zu Irritationen führen kann.

Ein weiterer Vorteil: Wolle kann bis zu 30 Prozent ihres Eigengewichts an Feuchtigkeit aufnehmen, ohne sich nass anzufühlen. Das schützt die Babyhaut vor dem Auskühlen nach dem Schwitzen – ganz ohne Kunstfaser. All diese Eigenschaften machen Wolle so besonders – deshalb sagen wir bei ENGEL: „Von Natur aus Hightech“.

Produkte aus Wolle/Seide sind für Neugeborene besonders geeignet, weil sie sanft zur Haut sind, sich elastisch anpassen und sich sowohl bei Wärme als auch bei Kälte angenehm anfühlen.

Welche Wolle für empfindliche Haut?


Für sensible Haut empfehlen wir besonders:

  • Feine Bio-Merinoschurwolle aus kontrolliert biologischer Tierhaltung – naturbelassen, ohne chemische Ausrüstung
  • Wolle/Seide Mischungen - besonders geschmeidig und feuchtigkeitsausgleichend
  • GOTS- oder IVN-zertifizierte Wolle – garantiert umwelt- und hautverträglich produziert

Auch Allergiker:innen berichten, dass sie unbehandelte, hochwertige Naturwolle deutlich besser vertragen als synthetische Stoffe oder konventionell behandelte Fasern.

So bleibt Bio-Merinoschurwolle lange weich – Pflegetipps


Damit Kleidung aus Merinowolle dauerhaft weich bleibt und nicht verfilzt oder kratzig wird, solltest du auf die richtige Pflege achten:

  • Wasche die Kleidung nur bei Bedarf – idealerweise im Wollwaschgang bei maximal 30 °C und 400 Umdrehungen oder per Hand. Bei der Wäsche von Hand zwingend einen Temperaturschock vermeiden (z.B. nicht mit 30°C warmem Wasser waschen und mit kaltem Wasser ausspülen).
  • Verwende ein Wollwaschmittel
  • Kein Weichspüler – er zerstört die natürliche Schutzschicht der Wollfaser.
  • Nach dem Waschen sanft ausdrücken, in Form ziehen und liegend trocknen – niemals wringen oder schleudern.
  • Lüften und/oder Ausbürsten statt waschen: Wolle reinigt sich in vielen Fällen selbst an der Luft.

So behält die Wolle ihre natürliche Weichheit und kann lange getragen werden, was besonders bei Baby- und Kinderkleidung ein großer Vorteil ist.

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