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Wie viel UV-Schutz hat Wolle/Seide?

Wolle gilt als klassisches Wintermaterial – doch was viele nicht wissen: Wolle schützt auch vor Sonne. In Kombination mit Seide entsteht ein leichtes, atmungsaktives Gewebe, das nicht nur temperaturausgleichend wirkt, sondern auch natürlichen UV-Schutz bietet. Wir von ENGEL erklären dir, wie das funktioniert – und warum Kleidung aus Wolle/Seide gerade für Babys die beste Wahl ist.

Warum besitzt Wolle einen UV-Schutz - und wie ist das physikalisch erklärbar?


Der natürliche UV-Schutz von Wolle beruht auf mehreren physikalischen Eigenschaften der Faser:

  • Wollfasern sind unregelmäßig aufgebaut und haben eine raue Oberfläche – dadurch wird ein Teil der UV-Strahlung gestreut und reflektiert, bevor sie auf die Haut trifft.
  • Zudem enthält Wolle von Natur aus Keratine und Pigmente, die UV-Strahlen absorbieren können.
  • Die lockere Struktur der Wolle lässt zwar Luft zirkulieren, sorgt aber gleichzeitig dafür, dass ein Teil des Lichts gebrochen wird – vergleichbar mit einem natürlichen Filter.

Diese Kombination macht Wolle zu einem hochwirksamen Schutzschild gegen UV-Strahlung, ohne dass chemische Zusätze notwendig sind.

Wie hoch ist der UV-Schutz bei Wolle und Wolle/Seide?


Wir bei ENGEL haben unsere Stoffe aus Wolle und Wolle/Seide nach DIN EN 13758-1 testen lassen – einer Norm zur Bestimmung des UV-Schutzes von Textilien.

Das Ergebnis: Der UV-Schutzfaktor (UPF) unserer Stoffe liegt – je nach Farbe und Qualität – zwischen mindestens 22 und maximal 50.

Hinweis: Das Tragen unserer Kleidung ersetzt nicht andere UV-Schutzmaßnahmen wie Schatten, Kopfbedeckung oder Sonnenschutzcreme.

Was beeinflusst den UV-Schutz von Kleidung aus Wolle und Wolle/Seide zusätzlich?


Neben dem Material wirken sich folgende Faktoren deutlich auf den UV-Schutz aus:

  • Struktur des Stoffs
    Je dichter und schwerer das Gestrick, desto weniger UV-Strahlen können durchdringen. Locker gewebte Stoffe bieten entsprechend weniger Schutz.
  • Passform
    Eng anliegende Kleidung dehnt das Material – dadurch vergrößert sich die Maschenstruktur, was den Schutz verringert. Lockere Passformen sind deshalb effektiver.
  • Farbe
    Dunkle und kräftige Farben absorbieren mehr UV-Strahlen als helle Farben. Ein marineblauer Body schützt daher besser als ein naturweißer.
  • Feuchtigkeit
    Nasse Kleidung – etwa durch Schwitzen oder Planschen – kann den UV-Schutz deutlich reduzieren, da Wasser UV-Strahlen besser durchlässt.
  • Gebrauch und Alter
    Mit der Zeit kann Faserabrieb und Ausbleichen den UV-Schutz verringern. Hochwertige Pflege und regelmäßige Kontrolle verlängern die Schutzfunktion.
  • Lagenlook oder Zwiebelprinzip
    Mehrere Schichten aus Wolle/Seide erhöhen den Schutz – besonders an empfindlichen Stellen wie Schultern, Rücken oder Armen.

Warum ist UV-Kleidung besonders bei Babys wichtig?


Babys haben eine sehr dünne, empfindliche Haut, die kaum Eigenschutz gegen UV-Strahlen bietet. Die hauteigene Melanin-Bildung ist noch nicht vollständig entwickelt, und der natürliche Lichtschutzfaktor der Haut liegt bei unter 5.

Zudem können Babys sich nicht selbst aus der Sonne entfernen. Daher ist es entscheidend, sie mit Textilien zu schützen, die nicht nur atmungsaktiv, sondern auch UV-filternd sind.

Wolle/Seide bietet dabei eine seltene Kombination: Sanft zur Haut, regulierend bei Hitze und dennoch schützend vor Sonnenstrahlen.

Unsere Baby-Bodys aus Wolle/Seide haben einen UV-Schutz von 22-50 LSF (abhängig von Farbe und Stoffqualität).

Wusstest du schon?


Bereits in der Antike wussten Naturvölker um die klimaregulierende Wirkung von Wolle – und nutzten sie nicht nur gegen Kälte, sondern auch als Schutz vor Hitze und Sonne.

Ein Beispiel dafür sind die Skythen und Sarmaten – Nomadenvölker, die zwischen dem 8/7. Jahrhundert v. Chr. bis in den 4. Jahrhundert n. Chr. in den weiten Steppen Eurasiens lebten. Ihre Kleidung bestand zu großen Teilen aus gewalkter Wolle, also einer frühen Form von Wollwalk. Diese wurde ganzjährig getragen, um sich gegen Witterungsextreme zu schützen – sowohl gegen die sengende Sonne im Sommer als auch gegen Kälte im Winter.

Die Natur wusste es schon immer: Wolle kann beides.

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