Fragen und Antworten (FAQ)

Fabrikverkauf

Wann hat der Fabrikverkauf von Engel geöffnet?

Unsere aktuellen Öffnungszeiten finden Sie hier.

Drucken

Wie kann ich den Fabrikverkauf telefonisch erreichen?

Sie erreichen uns zu den Öffnungszeiten unter folgender Rufnummer:

  • 49 (0)7121 - 3878788
Drucken

Fragen zu Produkten

Muss ich meine Engel-Produkte vor dem ersten Tragen waschen?

  • Es ist nicht nötig, dass Sie unsere Produkte vor dem ersten Tragen waschen. Denn nach dem Strickprozess werden unsere Stoffe gewaschen, um zum einen überschüssige Farbreste auszuwaschen und zum anderen um Stricköle und Verschmutzungen zu entfernen.
  • Unsere Produkte sind alle zu 100% ökologisch einwandfrei hergestellt und werden nicht chemisch ausgerüstet. Gesundheitsbedenkliche Farbstoffe oder textile Hilfsmittel, die z.B. zu Hautirritationen führen können, oder die während oder nach der Verarbeitung umweltschädlich wirken, kommen erst gar nicht zum Einsatz. Das verbieten uns die strengen Herstellungskriterien, die wir einhalten müssen, um für unsere Produkte die Zertifizierungen IVN BEST oder GOTS zu bekommen.

Wir empfehlen grundsätzlich, unsere Artikel aus Wolle und Wolle/Seide so wenig wie möglich zu waschen. Wolle regeneriert sich an sauerstoffreicher Luft von selbst und kann daher oft auch einfach nur ausgelüftet werden.

Drucken

Wie kann ich meine Engel-Produkte waschen?

Alle ENGEL-Produkte aus Baumwolle können Sie bei 40°C oder 60°C in der Waschmaschine waschen, je nachdem ob der Artikel naturbelassen, also ungefärbt ist oder farbig.

Verwenden Sie, wenn möglich kein Vollwaschmittel mit optischem Aufheller, weil die Farben verblassen oder sich verändern. Abgesehen davon wird den Weißmachern eine schädigende Wirkung bei Hautkontakt nachgesagt, weil sie sich auf der Faser ablagern. Und außerdem sie sind biologisch schwer abbaubar. Ein Buntwaschmittel für Buntes oder ein Feinwaschmittel ist besser für die Haut und die Umwelt.
Für Wolle und Wolle/Seide empfehlen wir Handwäsche oder evtl. Maschinenwäsche. In jedem Fall sollten Sie ein Wollwaschmittel verwenden, weil sie keine Enzyme (Protease) enthalten und pH-neutral sind. Ein Muss für das Wollprogramm der Waschmaschine. Als Ersatz für die schnelle Handwäsche reicht aber oft auch ein mildes Haarshampoo aus.

Bitte schauen Sie in die Waschanleitung oder aufs Etikett, ob Handwäsche oder Waschen in der Waschmaschine empfohlen wird.
Eine genaue Beschreibung der Pflegesymbole finden Sie in unserem Lexikon.

Handwäsche:

  • Kurzes, leichtes Schwenken und sanftes Drücken in reichlich handwarmen Wasser, mit speziell für Wolle geeignetem Wollwaschmittel und anschließendes Spülen in Wasser gleicher Temperatur. Bitte nicht im Wäschetrockner oder auf der Heizung trocknen, die Wolle wird dadurch hart, brüchig und verfilzt.
    Wir empfehlen die Produkte nach dem Spülvorgang in einem Handtuch auszudrücken, nass in Form zu ziehen und liegend zu trocknen.
    Bitte nicht: Rubbeln, auswringen oder schleudern, schwankende Temperatur (erst warm – dann kalt oder andersherum), einweichen

Maschinenwäsche:

  • Bitte unbedingt das Programm Wollwaschgang/Handwaschgang wählen. „Kalt“, bzw. max. 30°C in der Waschmaschine hält die Wollwäsche weich, elastisch und saugfähig. Auch bei der Maschinenwäsche ist es sehr wichtig, dass im Wasch- und Spülgang die gleiche Temperatur verwendet wird und eine niedrige Schleuderzahl entweder programmseits vorgegeben ist oder manuell eingestellt werden kann – max. 400 – 500 U/min.
  • Auch bei der Wäsche in der Waschmaschine sollten Sie auf die Verwendung von Wollwaschmittel achten, denn Seide und Wolle sind Eiweißfasern, die grundsätzlich mit Produkten gepflegt werden sollten, die im leicht sauren Bereich liegen (PH-Wert kleiner 7). Solche Pflegeprodukte wirken nicht entfettend und schonen gleichzeitig die Fasern.
Drucken

Meine Fleece-Produkte von Engel fusseln/haben Pilling. Ist das normal und was kann ich dagegen tun?

  • Wir unterscheiden Fusseln und Pilling: Fusseln sind die lose auf dem Gestrick liegenden Faserreste, Pilling sind die Knötchen, die sich bilden, wenn diese Faserreste sich durch Reibung zusammenballen.

  • Fusseln oder Pillingbildung an Fleece-Artikeln können wir leider nicht komplett vermeiden. Unsere Produkte werden aus kbT-Wolle hergestellt und sind nicht chemisch ausgerüstet. Bei konventionellen Produkten können die Faserenden beispielsweise durch besondere Imprägnierungen mit filmbildenden Substanzen, wie Acryl- oder Vinylpolymere, Fusseln und Knötchenbildung verringern (Anti-Pilling-Ausrüstung). Wir verzichten aus ökologischen Gründen auf diese Ausrüstung.

  • Der Grund für die Bildung dieser „Pillings“ liegt in der Gleitfähigkeit der Fasern. Grundsätzlich neigen alle Wollkleidungsstücke zu Pillingbildung. Die Fasern werden z.B. durch die Reibung verletzt, treten zunächst aus dem geordneten Gestrick heraus und bleiben an der Oberfläche haften. Lose Fasern ballen sich dann zu Knötchen zusammen, bilden sich also durch Reibung oder Scheuern oder durchs Waschen und Trocknen, oftmals in Berührung mit Stoffen aus Mischfasern mit Synthetics. Es ist einleuchtend, dass sich Faserknötchen leichter in einem lockeren Gestrick festsetzen, als in einem festen Strickverbund. Ganz besonders bei Wollstoffen liegen lose Fasern an der Oberfläche, weil die Wollfaser keine so glatte Oberfläche besitzt wie z.B. Baumwolle. Bedenken Sie, dass es vor allem bei flauschigen und doch sehr hochwertigen Wollqualitäten, z.B. Fleece, Cashmere oder Mohair ganz besonders leicht zu dieser Pillingbildung kommen kann. Die Leichtigkeit und den kuscheligen Flausch erhält unser Wollfleece einerseits durch die Faserqualität - reine, sehr feine Merinoschurwolle - und andererseits durch den Prozess des Rauens, bei dem die Maschen durch Kratzen teilweise gelöst werden. Dieser dadurch entstehende Flausch bietet viel Platz für Lufteinschlüsse, die wiederum den begehrten Warmhalteeffekt bewirken. Durch den Rauprozess sind einzelne Fasern nicht mehr fest im Strickverbund verankert, sondern lösen sich heraus und „fusseln“. Geraute Qualitäten weisen alle mehr oder weniger diesen Nachteil auf. Und nicht jeder Rauprozess bringt exakt das gleiche Ergebnis, weil sich die Wollen nicht exakt gleich verhalten (z.B. gefärbte anders als ungefärbte). Baumwolle- und Polyamidvliese neigen eher zur Pillingbildung, weil sich die lose liegenden Fasern zu Knötchen zusammenballen, superleichter reiner Woll-Fleece fusselt eher, besonders, wenn Reibung entsteht. Mit dem weiteren Gebrauch bessert sich das Fusseln, eben, wenn sich die losen Fasern herausgelöst haben. Völlig fusselfrei sind nur sehr glatte Gestricke.

  • Leider ist es nicht zu vermeiden, dass zur Pflege von Wolltextilien auch die Entfernung des Pillings gehört – am besten mit einer Fusselrolle oder einem Fusselrasierer. Bitte in keinem Fall bei der Wäsche einen Weichspüler verwenden, dieser verstärkt die Pillingbildung.

  • Sie können auch Abhilfe schaffen, indem Sie mit einer weichen Kleiderbürste vorsichtig über den Stoff gehen, um so die Fusseln herauszubürsten. Eine weitere Möglichkeit ist auch die Fusseln mit Klebeband abzunehmen oder den Artikel bei kalter Temperatur für einige Minuten in den Trockner zu geben. Allerdings hört das Fusseln mit der Zeit ganz von alleine auf.

Pilling und Fusseln sind keine Reklamationsgründe, da diese, wie oben beschrieben, ganz natürlich sind. Wenn Sie jedoch Rat benötigen, z.B. bei der Entfernung von Pilling, sind wir Ihnen natürlich gerne behilflich.

Drucken

Wolle kratzt doch, oder?

Alle ENGEL Wolle- und Wolle/Seide-Artikel werden aus feinster Merinoschurwolle gefertigt. Diese hat nichts mit der „kratzigen“ Wolle zu tun, die vielen beim Stichwort „Wolle“ in den Sinn kommt. Merinoschurwolle ist weich und anschmiegsam und kratzt nicht – überzeugen Sie sich am besten selbst davon.

Wissenswertes über Wolle finden Sie auch in unserem Lexikon.

Drucken

Ist Wollbekleidung zu warm im Frühling oder Sommer?

Wolle wirkt neben vielen anderen tollen Eigenschaften temperaturregulierend. Das bedeutet, wenn es kalt ist, wärmt die Wolle und wenn es warm ist, kühlt sie. Man schwitzt nicht so stark wie z.B. in Synthetik. Außerdem kann Wolle ein Drittel ihres Eigengewichtes an Feuchtigkeit aufnehmen, ohne sich dabei „nass“ anzufühlen.
Nicht zuletzt hat die natürliche antibakterielle Wirkung von Wolle zur Folge, dass die Kleidungsstücke nicht stinken.
Man kann Wolle also auch sehr gut bei wärmeren Temperaturen tragen – vielleicht nicht gerade als Wollfleece-Jacke, aber z.B. als Shirt oder Body!

Wissenswertes über Wolle finden Sie auch in unserem Lexikon.

Drucken

Wie schütze ich meine ENGEL-Artikel vor Schädlingen wie Motten?

Kleidermotte

Kleidermotten sind Nachtfalter, die weltweit verbreitet sind. In der Natur kommen sie vor allem in Vogelnestern vor. In Haushalten sind sie hauptsächlich als Schädlinge bekannt. Das Weibchen legt ca. 100 bis 250 weiße Eier. Diese werden einzeln auf Wollstoffen, Federn, Pelzen und Polstermöbeln abgelegt. Aus den Eiern schlüpfen nach etwa zwei Wochen gelb-weiße Raupen. Die Larven ernähren sind von Keratin, das in Wollfasern enthalten ist. Daher sind Kleidungsstücke aus Wolle besonders gefährdet, von Motten befallen zu werden. Mottenfraß hinterlässt kleine Löcher, häufig auch Fraßrillen, also längliche Löcher; man sieht deutlich, dass Gewebe fehlt. Begünstigt werden Motten durch abgelegte Kleidung, die Haare und Hautschuppen enthält. Als Gegenmaßnahmen können Zedern-, Zirbelkiefer- oder Niembaumholz und deren ätherischen Öle oder Lavendel, in kleinen Stoffsäckchen in den Schrank gelegt werden. Die Kleidungsstücke sollten regelmäßig kontrolliert werden. Der Schrank, in dem die Kleidungsstücke gelagert werden, sollte v.a. bei Befall regelmäßig mit Seifenwasser ausgewaschen werden und Ritzen ausgesaugt werden.

Ist ein Kleidungsstück befallen, hilft es, den Artikel vorsichtig in fast kochendes Wasser einzulegen oder im Tiefkühlschrank zu lagern (für mindestens eine Woche). Waschen bei hohen Temperaturen kann zum Verfilzen der Wolle führen. Bei diesen Prozeduren sollte allerdings – wie bei den anderen Methoden auch – nach einigen Wochen geprüft werden, ob die Textilien wirklich keinen Befall mehr aufweisen. Ansonsten ist die Methode zu wiederholen.

Pelzkäfer

Ähnlich wie bei der Motte verhält es sich auch beim Pelzkäfer. Die Weibchen legen Eier in der Nähe organischer Materialien ab. Die Larven ernähren sich von Wolle und Wolltextilien, Teppichen, Fellen, Federn usw. Das Fraßbild der Larven zeigt an Textilien unregelmäßig geformte Löcher.
Als Vorbeugung hilft es ebenfalls, Staub in der Gegend der Kleidungsstücke zu vermeiden, Schränke sauber zu halten und Fliegengitter an Fenstern zu befestigen. Ist ein Artikel befallen, kann eine Lagerung in der Gefriertruhe helfen.

Hinweis
Von chemischen Motten- und Pelzkäferbekämpfungsmethoden raten wir ab, da diese auch oft für den Menschen bedenkliche Stoffe enthalten.
Diese Schädlinge sind übrigens auch der Grund, weshalb unsere Artikel in Plastiktüten verpackt sind.

Drucken

Kauf / Verfügbarkeit von Artikeln

Wo kann ich einen Engel-Katalog bestellen? / Bitte senden Sie mir einen Katalog an folgende Adresse…

Leider haben wir keine Kataloge für Endverbraucher, da wir unsere Produkte nur an den Fachhandel verkaufen. Auf unserer Website können Sie sich aber alle unsere Kataloge online ansehen und downloaden:

Abgesehen von unserem Schnäppchen-Shop, in dem Sie Sonderposten und Lagerüberhänge unserer Produkte erwerben können, können Sie bei uns also leider gar nicht direkt bestellen, sondern nur bei einem Fachhändler in Ihrer Nähe und in diversen Online-Shops.
Unter dem Menüpunkt "Einkaufen" auf unserer Website finden Sie bestimmt einen Händler in Ihrer Nähe: Fachgeschäfte

Drucken

Wo kann ich Engel Produkte käuflich erwerben?

  • Engel Wäsche und Bekleidung können Sie in zahlreichen Fachgeschäften im In- und Ausland erwerben. Unter dem Menüpunkt "Einkaufen" auf unserer Website finden Sie sicherlich ein Fachgeschäft in Ihrer Wohnortnähe. Oder Sie gehen einfach in einen der Online-Shops, die unsere Produkte führen und finden dort Ihren Lieblingsartikel.
  • In unserem Schnäppchen-Shop können Sie Sonderposten und Lagerüberhänge unserer Produkte erwerben.

Außerdem können Sie unsere Produkte direkt bei uns, im Fabrikverkauf in Pfullingen kaufen; hier bieten wir auch immer attraktive Sonderangebote an, z.B. Restposten, 1-b Ware zum reduzierten Preis, Strumpfwaren, Accessoires...
Zum Fabrikverkauf

Drucken

Warum finde ich nicht alle Artikel aus dem Katalog im Online-Shop?

  • Als Hersteller beliefern wir nur den Fachhandel, das sind z.B. stationäre Einzelhändler, Onlinehändler oder der Versandhandel.
  • In unserem Online-Shop sind nur Sonderposten und Lagerüberhänge verfügbar, allerdings nicht die Produkte aus unserer aktuellen Kollektion.

Unter dem Menüpunkt Einkaufen finden Sie, nach Postleitzahlen sortiert, bestimmt einen Händler in Ihrer Nähe, oder einen Online-Shop, der Ihren Wunschartikel führt.

Gerne können Sie uns auch in unserem Fabrikverkauf in Pfullingen besuchen.

Drucken

Sonstiges

Wie werde ich Händler von Engel-Produkten?

Wir freuen uns über Ihr Interesse an unseren Produkten.

Bitte senden Sie uns eine Kopie Ihrer Gewerbeanmeldung sowie eine kurze Beschreibung Ihres Ladengeschäfts und/oder einen Link zu Ihrem Shop.

Sie erhalten dann Verkaufsunterlagen und weitere Informationen von uns.

Wir freuen uns auf Ihre Nachricht.

Drucken

Wo stellt ENGEL seine Produkte her?

ENGEL stellt alle Produkte in Deutschland her. Wir arbeiten mit mehreren Betrieben in Süddeutschland zusammen, die meisten im Umkreis von 30 km von unserem Sitz in Pfullingen. So garantieren wir kurze Wege; das kommt unserer Umwelt zugute und wir bleiben flexibel. Außerdem sichern wir damit deutsche Arbeitsplätze.

ENGEL bei Google Maps.

Drucken

Werden ENGEL-Produkte fair hergestellt?

Alle ENGEL-Produkte werden unter fairen Arbeitsbedingungen in Deutschland hergestellt. Unser Sortiment ist zu 95% mit dem Global Organic Textile Standard (GOTS) oder mit dem derzeit weltweit anspruchsvollsten Qualitätszeichen IVN-Best zertifiziert. Diese beiden Standards haben neben den strengen ökologischen Richtlinien auch soziale Kriterien, die für den Erhalt des Zertifikates eingehalten werden müssen. Dazu gehören die ILO (International Labour Organisation) - Kernnormen: z.B. Verbot von Zwangsarbeit, Verbot von Kinderarbeit, keine Misshandlung und Diskriminierung, gerechte Löhne, Arbeitsschutz und Vereinigungsfreiheit.

Wissenswertes zu GOTS finden Sie auch in unserem Lexikon.

Drucken

Was bedeutet GOTS und IVN?

Alle Informationen zu GOTS und IVN finden Sie in unserem Lexikon.

Drucken

Wieso sind die ENGEL-Artikel in Plastikbeuteln verpackt?

Bei der Verpackung ist uns besonders wichtig, dass unsere hochwertigen Artikel vor Schmutz und Schädlingen wie Motten geschützt werden, außerdem soll von außen für unsere Kunden sichtbar sein, welcher Artikel und welche Farbe sich im Inneren verbirgt. Das alles bietet uns zurzeit nur der Polybeutel. Wir wissen, dass Polyethylen nicht das umweltfreundlichste Material ist, jedoch ist beispielsweise bei einer Papierverpackung (Karton) die Gefahr gegeben, dass der Artikel verschmutzt bzw. von Schädlingen befallen wird. Die Polyethylen-Tüten können außerdem hervorragend wiederverwendet werden, z.B. für die Aufbewahrung von unseren Artikeln („Überwintern“ im Schrank), als Ordnungshelfer im Keller (Schrauben usw.) oder als Lagermöglichkeit für Perlen oder Bastelzubehör. Die Tüten sind außerdem lebensmittelecht und können so auch für die Lagerung von angebrochenen Lebensmitteln verwendet werden.
Hier noch einige Fakten über Polyethylen:

  • Polyethylen ist ein Thermoplast und kann unendlich oft recycelt werden.
  • PE (Polyethylen) besteht zu 100 % aus Kohlenstoff und Wasserstoff und verbrennt zu Kohlendioxid (wie bei jeder Verbrennung) und Wasser.
  • Polyethylen erhält KEINE Weichmacher
  • Bei der Herstellung von PE entstehen keine giftigen Gase & keine giftigen Abwässer
Drucken

Was genau ist eigentlich Mulesing? Werden für die Wolle von ENGEL Tiere gequält?

Alles Wissenswerte über Mulesing finde Sie in unserem Lexikon.

Drucken

Sind in den Druckknöpfen bzw. Reißverschlüssen bedenkliche Stoffe oder Nickel enthalten?

Alle Zutaten, die in ENGEL-Produkten verwendet werden, sind nickelfrei und nicht gesundheitsschädlich bzw. –bedenklich.

Drucken

Lexikon
Begriffsdefinitionen von A–Z

A

Ajour

Der Begriff Ajour stammt aus dem Französischen und beschreibt Web- oder Maschenwaren, die fein durchbrochen sind. Die Muster, die dadurch entstehen, bezeichnet man als Ajour-Muster.

Drucken

Ausrüstung

ist der Sammelbegriff für alle Verfahren der Textilveredelung, die nach dem Weben oder Stricken den Gebrauchswert, d. h. das Erscheinungsbild, die Trage- oder Pflegeeigenschaften einer Ware verändern. Man unterscheidet zwischen mechanischer und chemischer Ausrüstung.

Zur mechanischen Ausrüstung mit Wasser, Dampf oder Druck, ohne Einsatz von chemischen Hilfsmitteln gehört Waschen, Krumpfen und Rauen. Herkömmliche Textilien werden häufig chemischen Behandlungen unterzogen, wie z. B. Eulanisieren gegen Motten- und Käferbefall, Super-Wash-Ausrüstung gegen Verfilzen, Schmutz abweisende Ausrüstung oder Mattierung, um Hochglanz zu vermeiden, außerdem die Knitterfrei-, Wasserabweisend- und Antipilling-Ausrüstung, um nur einige zu nennen.

Diese Behandlungen bewirken eine Strukturveränderung der Naturfasern durch Aufbringung von Salzen oder Ummantelung mit Kunstharzen. Dabei werden Gesundheit und Umwelt belastet. Unbehandelte ENGEL-Produkte aus Baumwolle, Wolle oder Wolle/Seide werden ausschließlich mechanisch ausgerüstet, d. h. gewaschen, evtl. gekrumpft oder geraut und danach schonend weiterverarbeitet.

Gegen „natürliche Feinde", wie Motten, Kugel- oder Pelzkäfer, schützen Sie Ihre chemisch unbehandelten Naturtextilien wirkungsvoll und auf natürliche Weise mit einigen Tropfen Lavendelessenz auf einem Wattebausch im Kleiderschrank, Wucherblumenpapier, Zedernholz oder Arvenöl, einem ätherischen Öl der Zirbelkiefer.

Drucken

B

Baumwolle

Darunter versteht man das Samenhaar der Baumwollkapsel, die bei voller Reife aufspringt. Sie wächst in tropischem und subtropischem Klima. Baumwolle von ENGEL ist grundsätzlich handgepflückt, sie stammt immer aus kontrolliert biologischem Anbau und ist dadurch frei von Pestiziden, Kunstdünger und Herbiziden. Neben dem schonenden Umgang mit der Natur ist eine faire Zusammenarbeit mit den Erzeugern gewährleistet. Naturbaumwolle ist sehr hautfreundlich und somit für empfindliche Haut besonders geeignet, dabei äußerst strapazier- und widerstandsfähig. Naturbaumwolltextilien sind zudem antistatisch, farbbeständig und können bei hohen Temperaturen in der Waschmaschine gewaschen werden.

Wäsche aus unbehandelter Baumwolle sollten Sie etwas größer kaufen, da diese beim Waschen ca. um 3 % bis 5 % einläuft. Handelsübliche Vollwaschmittel, die optische Aufheller, Bleichmittel, Phosphate etc. enthalten, sind nicht empfehlenswert, weil die Farben schneller verblassen, die Textilien stark strapaziert werden und die Abwässer zusätzlich mit Chemikalien überfrachtet werden.

Drucken

Bio

Bio-Produkte liegen im Trend, jedoch ist der Begriff „Bio" im Textilbereich nicht geschützt, sodass Sie bei der Bezeichnung „Bio" keine Gewähr haben, dass es sich um Waren handelt, die nach ökologischen Gesichtspunkten hergestellt wurden. Dasselbe gilt für Begriffe wie „natürlich", „Natur", „gesund" oder „Öko". Nur auf die Bezeichnungen wie „kontrolliert biologischer Anbau (kbA)", die Qualitätszeichen „NATURTEXTIL-IVN ZERTIFIZIERT BEST", „GLOBAL ORGANIC TEXTILE STANDARD (GOTS)", „BIOLAND" und „DEMETER" können Sie sich verlassen.

Drucken

Bourette-Seide

Aus dem Kämmprozess der Schappeseide-Spinnerei abgefallene Kurzfasern, sowie die kurzen und wirren Faserteile der innersten und äußersten Umhüllung des Seidenspinnerkokons ergeben die mittelfeinen bis groben Naturseidegarne, die Bourette-Seide, meist unregelmäßig und noppig. Sie ist stumpfer aber auch fülliger als Schappe-Seide.

Drucken

F

Frühchenwäsche

Immer mehr Kinder und Erwachsene leiden an Neurodermitis. Schon jedes dritte Kind ist allergisch veranlagt. Vor diesem Hintergrund gilt es Allergene – ganz besonders in den ersten Lebensmonaten – zu vermeiden. Nicht nur die große Hautoberfläche, sondern auch das schwache Immunsystem führen zu einer hohen Empfindlichkeit der Baby- und Kinderhaut gegenüber Schadstoffen.

Eine schadstofffreie Wäsche und Bekleidung schließt die Gefahr einer Schadstoffaufnahme durch die Haut weitgehend aus. Aus diesem Grund lag es nahe, auch für frühgeborene Kinder Wäsche aus Naturtextilien zu fertigen. In Zusammenarbeit mit dem Frühchenverein der Kinderklinik Reutlingen entwickelte ENGEL 1998 die erste Frühchenwäsche unter dem Motto »Kleidung nach Maß«. Dieses Wäscheprogramm, das speziell auf die Bedürfnisse der Allerkleinsten abgestimmt ist, umfasst Strampler, Mützchen, Pulli, Schlafanzügchen, Wickelbodies und Schlafsäckchen schon ab Größe 38 und 44. Die Produkte gibt es aus weichen Wolle-Seide-Mischungen, naturbelassener Baumwolle oder aus flauschigem Schurwoll-Frottee.

Drucken

H

Hautfunktionen

Die Haut ist unser größtes und wichtigstes Sinnesorgan. Sie dient uns Menschen als schützende Hülle, sie empfindet Streicheleinheiten ebenso wie Schmerz, Druck und Temperatur und sie reguliert unseren gesamten Wärme- und Feuchtigkeitshaushalt. 1 bis 2 Liter Flüssigkeit, je nach körperlicher Anstrengung, gibt sie täglich zur Kühlung des Körpers über die Schweißdrüsen ab.

Unsere Bekleidung muss diese Feuchtigkeit, den Schweiß, aufnehmen und nach außen zur Verdunstung abführen. Funktioniert dieser Vorgang nicht, entsteht ein unangenehmer Wärme- und Feuchtigkeitsstau, z. B. bei Bekleidung aus Synthetikfasern oder bei Plastikwindelhöschen.

Unsere „Belüftung der Haut", d. h. der Abtransport der Feuchtigkeit und der Kälteschutz, hängt ganz wesentlich von den textilen Fasern (tierische oder pflanzliche), von deren Verarbeitung (gewebt oder gestrickt) und von den Luftschichten ab, die zwischen Haut, Unterwäsche und Oberbekleidung liegen.

Tierische „Haare"; wie z. B. Wolle oder Seide wärmen im Allgemeinen besser als pflanzliche Fasern oder Synthetiks, gestrickte Stoffe bilden eher isolierende Luftpolster als gewebte Materialien.

Unangenehmen Geruch lösen Bakterien aus, die sich im Schweiß sehr schnell bilden. Pflanzliche und synthetische Fasern sind ein guter Nährboden für solche Bakterien. Tierische Fasern wie Wolle und Seide, nehmen den Geruch auf und geben ihn durch Lüften wieder ab, lassen die Bakterien also nicht so leicht ansiedeln.

Drucken

I

Interlock

Dehnfähige, doppelflächig flach- oder rundgestrickte oder gewirkte Maschenware, die auf beiden Warenseiten nur rechte Maschen zeigt, aber nicht gerippt ist. Zwei Rechts-Rechts-Gestricke werden so miteinander vereinigt, dass einer rechten Masche der Vorderseite eine, leicht versetzte rechte Masche der Rückseite gegenüberliegt. Es ergibt sich dadurch ein sehr feines und glattes Maschenbild. Der Stoff wirkt sehr geschmeidig.

Drucken

IVN

Internationaler Verband der Naturtextilwirtschaft e.V. siehe unter Naturtextil.

Drucken

K

KbA

Kontrolliert biologischer Anbau

Der traditionelle Baumwollanbau erfolgt in Monokulturen. Das Saatgut ist teilweise mit Fungiziden angereichert. Die Felder werden bis zu 25-mal je Vegetationsperiode mit Pestiziden gespritzt, meist per Flugzeug. Vor der maschinellen Ernte werden die Baumwollsträucher entlaubt. Durch intensive chemische Düngung und Pestizideinsatz nehmen Insektenplagen zu, weil die Schädlinge gegen die verschiedenen Pestizide resistent werden. Ein immer größerer Schadstoffeinsatz ist notwendig, der die Böden übersalzt und den Wassergehalt sinken lässt. Dadurch nimmt der Nitratgehalt zu und schließlich erodiert der Boden. Die Pestizidrückstände gelangen in die Nahrungskette. Schon in den 80er Jahren wurden im Pinguinfett auf der Antarktis Pestizidrückstände gefunden. Aber nicht nur der Boden und damit die Nahrungskette werden vergiftet, sondern vor allem die Landarbeiter, die meist barfuß auf ihren Feldern arbeiten. Man spricht von bis zu 30.000 Menschen, die jährlich an diesen Vergiftungen sterben. Fungizide und Pestizide haben beispielsweise mutagene (erbgutverändernde) und neurotoxische Wirkung.

Kontrolliert biologischer Anbau lässt nur natürliche Düngemittel zu und schreibt einen Anbau in Fruchtfolge (z. B. mit Getreide oder verschiedenen Gemüsesorten, wie z. B. Mais, Bohnen, Erdnüsse) vor. Das heißt, Baumwolle wird ohne chemische Düngemittel und ohne Einsatz von Pestiziden angebaut, nach biologisch-dynamischen Richtlinien. So werden nur Böden bewirtschaftet, die über mehrere Jahre nicht mit Chemikalien bearbeitet wurden. Unkraut wird von Hand entfernt, Schädlinge werden durch Mischkulturen und Ansiedelung von nützlichen Insekten bekämpft. Angelegte Biotope, wie Hecken und Bäume, dienen als Nistplätze für Vögel und Kleintiere. Gründüngung und wechselnde Fruchtfolge beleben den Boden und lassen die Ernte ertragreicher werden. Je nach Reifegrad der Baumwollkapseln erfolgt die Ernte in 3 bis 4 Pflückungen von Hand.

Auf Spritzen von Entlaubungsmittel zur maschinellen Ernte der Baumwolle wird bei kontrolliert biologischem Anbau selbstverständlich verzichtet. Engel verwendet für die Baumwollwäsche ausschließlich Baumwolle aus kontrolliert biologischem Anbau. Unsere Wäsche ist mit der höchsten Prämierung des IVN, mit dem Qualitätszeichen NATURTEXTIL – IVN ZERTIFIZIERT BEST, ausgezeichnet.

Drucken

KbT

Kontrolliert biologische Tierhaltung

Die ökologische Tierhaltung ist bestimmt von der Achtung und dem Respekt vor Tier und Mensch. Die Merinoschafe werden ihren arteigenen Bedürfnissen gerecht gehalten, damit sie gesund und stressfrei leben können. Die Wahl der Weiden muss hinsichtlich der klimatischen und ökologischen Bedingungen zu den Merinoschafen passen, der Einsatz von Schädlingsbekämpfungsmitteln ist sowohl auf den Weiden als auch am Tier unzulässig. Die Fortpflanzung der Tiere erfolgt auf natürliche Art und Eingriffe am Tier, wie das Kupieren des Schwanzes oder Mulesing, sind verboten. Kurzum – die Schafe sollen zufrieden leben.

Die in der Engel-Wollwäsche verwendete Merinoschurwolle stammt aus kontrolliert biologischer Tierhaltung. Durch den kontrolliert biologischen Ursprung werden gesundheitsschädliche Substanzen wie Pestizide und Herbizide vermieden und können dadurch erst gar nicht in die Wäsche von Engel gelangen. Dafür sind diese Artikel mit der höchsten Prämierung des IVN, mit dem Qualitätszeichen NATURTEXTIL – IVN ZERTIFIZIERT BEST, ausgezeichnet.

Drucken

L

Lanolin

Bei Lanolin/Wollfett handelt es sich um ein natürliches Sekret aus den Talgdrüsen der Schafe. Als Schutzfilm hält es die Wolle geschmeidig. Wollfett ist hellgelb bis bräunlich und hat einen charakteristischen Geruch. Lanolin geht beim Waschen ins Waschwasser über, deshalb sollten Sie Bekleidung aus reiner Wolle, um die Wolleigenschaften zu erhalten, mit Lanolin-Wollkur pflegen.

Drucken

M

Mulesing

Aus klimatischen Gründen werden vor allem in Australien und Neuseeland die Schafe von der Schmeißfliege (blowfly) befallen, besonders die stark bewollten Merinoschafe. Die Fliege gedeiht vor allem in den Regionen, die dauerhaft grünen Untergrund haben, d. h. in denen es öfters regnet. Das Klima ist kontinental geprägt und weist, außer im Süden Australiens, nur geringe jahreszeitliche Schwankungen auf.

Die Tiere werden von Fliegenmaden befallen. Die Fliegen setzen sich in die warmen, feuchten, von Kot und Urin verschmutzten, schlecht belüfteten Hautfalten der After- und Genitalregion. Dort herrscht das optimale Klima für die Maden, welche die Fliegen hier ablegen. Die Maden wandern in Haut und Unterhaut und fressen das Schaf quasi bei lebendigem Leibe. Es kommt zu schweren Entzündungen und oft auch zum Tod des Schafes. Besonders bei hohen Außentemperaturen vermehren sich die Maden schnell. Um die Schafe davor zu retten, kommt es zum qualvollen „Mulesing“. Zur Vorbeugung gegen den Befall mit Fliegenmaden werden in Australien den Lämmern ohne Betäubung mit einer scharfen Schere Hautfalten um After, Vulva und Schwanz herausgeschnitten. Diese Wunden werden nicht weiter behandelt, sondern müssen von alleine heilen und vernarben. Auf dem Narbengewebe wächst keine Wolle mehr, es bleibt glatt und faltenfrei, so dass hier Maden nicht mehr angelockt werden. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass auch bei australischen Wollen aus kontrolliert biologischer Tierhaltung die Schafe „mulesed“ sind. Die Kriterien für die kontrolliert biologische Tierhaltung sind durch die NASAA (National Association of Sustainable Agriculture Australia Ltd.) geregelt. Im Organic Standard der NASAA ist Mulesing zwar grundsätzlich verboten, aber es gibt Ausnahmen, die die Anwendung von Mulesing unter sehr eingeschränkten Bedingungen zulassen.

Nach unseren Recherchen kann Mulesing auf Farmen angewandt werden, die konventionelle Tierhaltung praktizieren und die häufig in regenreichen Regionen angesiedelt sind. Australien will Alternativen in der Züchtung und (allopathischen) Behandlung finden, um auf Mulesing zu verzichten. Hauptabsatzmarkt für australische Wollen ist China. Allerdings wandern die Wolltextilien wiederum zum größten Teil an europäische Verbraucherinnen und Verbraucher.

Einige Länder in Südamerika haben bereits Gesetze und Kontrollsysteme zum Ökolandbau entwickelt, die sich an den Erfordernissen der Zielmärkte (Europa und USA) orientieren. Dazu gehört z. B. Argentinien. So hat Südamerika das größte Aufkommen an Wollen aus kontrolliert biologischer Tierhaltung und sie orientieren sich an der EU-Richtlinie für den ökologischen Landbau. Bedingt durch die klimatischen Verhältnisse in Patagonien – es gibt große Temperaturunterschiede zwischen Sommer und Winter und zwischen Tag und Nacht und es ist sehr windig –ist die argentinische Merinowolle stärker gekräuselt als die australische, um die Tiere vor Kälte und Wind zu schützen. Und aus demselben Grund gibt es dort keine „blowflies“, sodass die Problematik des Mulesing nicht zum Tragen kommt.

Es wäre schön, wenn Sie beim Kauf von Wollbekleidung aus feiner Merinoschurwolle auf Wolle aus kontrolliert biologischer Tierhaltung achten würden, denn das wunderbar weiche Tragegefühl und die angenehmen und gesundheitsfördernden Eigenschaften der Wolle sollen keinen schalen Beigeschmack von Tierquälerei haben.

ENGEL setzt für alle Wollprodukte ausschließlich argentinische Wolle aus kontrolliert biologischer Tierhaltung ein. Alle Wollartikel von ENGEL sind zertifiziert mit dem Qualitätszeichen „NATURTEXTIL – IVN ZERTIFIZIERT BEST“. Das ist ein Garant für „Mulesing-freie“ Wollen. ENGEL verwendet für alle Wolle/Seide-Artikel ausschließlich Wolle aus kontrolliert biologischer Tierhaltung.

Drucken

N

Naturtextil

Qualitätszeichen für Naturtextilien des Internationalen Verbandes der Naturtextilwirtschaft e. V. (IVN).

Das Qualitätszeichen NATURTEXTIL IVN ZERTIFIZIERT BEST steht als Premium-Label für Kleidung, die nach den derzeit maximalen ökologischen Standards hergestellt wurde. Mit dem GLOBAL ORGANIC TEXTILE STANDARD (GOTS), dem international einheitlichen Label für ökologische Textilien, werden Textilien gekennzeichnet, die die Basisanforderungen, ebenfalls auf technisch hohem ökologischen Niveau erfüllen. Nur Firmen, die die strengen Produktionsrichtlinien des IVN einhalten, erhalten die Erlaubnis ihre Produkte auszuzeichnen. Die Einhaltung der Kriterien wird fortlaufend und lückenlos auf jeder Produktionsstufe und für jeden eingesetzten Stoff kontrolliert und evaluiert.

GLOBAL ORGANIC TEXTILE STANDARD

Dies ist der Mindeststandard, den IVN-zertifizierte Textilprodukte erfüllen müssen. Er ist das international etablierte, einheitliche Label für ökologische Textilien.

Aus mindestens 90 % Naturfasern muss ein Produkt bestehen, wenn es das GOTS-Label tragen soll, höchstens 10 % dürfen synthetische Fasern oder Viskose sein. Lediglich für Socken, Leggings und Sportbekleidung dürfen bis zu 25 % synthetische Fasern eingesetzt werden. Unabhängig davon müssen insgesamt mindestens 70 % der Fasern von Pflanzen oder Tieren aus kontrolliert biologischer Landwirtschaft (kbA oder kbT) stammen. Beim ökologischen Faseranbau wird auf chemisch synthetische Pflanzenschutzmittel und Dünger verzichtet, artgerechte Tierhaltung ist vorgeschrieben. Ökoanbau schützt Boden, Wasser und Luft, erhält die Artenvielfalt und verzichtet auf Gentechnik.

Bei der Faseraufbereitung ist es wichtig, bestimmte chemische Prozesse einzuschränken: gebleicht werden darf nur mit Sauerstoff, das Chlorieren von Wolle ist nicht erlaubt. Mechanische oder thermischen Verfahren hingegen sind unbedenklich.

Zum Färben und Bedrucken der Stoffe dürfen nur gesundheitlich und ökologisch unbedenkliche Substanzen verwendet werden, die von den Zertifizierungsstellen zugelassen sind. Farben mit toxischen Schwermetallen, aromatische Lösungsmittel oder die Gruppe der gefährlichen Azo-Farbstoffe sind tabu.

Manche Textilien werden mit funktionellen Eigenschaften, wie z.B. „knitterfrei", „wasserabweisend" oder „antipilling" versehen. Bei Naturtextilien darf diese „Ausrüstung" jedoch nur durch mechanische, thermische und andere physikalische Verfahren erzielt werden. Synthetische Hilfsstoffe sind nur beim Weichmachen, Walken und Filzen erlaubt.

Problematische Substanzen wie z.B. giftige Schwermetalle, Formaldehyd, aromatische Lösungsmittel, Chlorphenole oder bestimmte Halogenverbindungen sind im gesamten Produktionsprozess verboten. Alle Stoffe müssen biologisch abbaubar sein und dürfen Boden, Luft und Wasser nicht belasten.

Zutaten und Accessoires wie Applikationen, Einlagen, Futter, Kordeln und Schulterpolster sind aus Naturfasern oder Viskose. Bei Reißverschlüssen muss das Metall frei von Chrom und Nickel sein, um Allergien zu vermeiden.

Um die Qualität der Textilien sicherzustellen, sind entsprechende Anforderungen hinsichtlich der Lichtechtheit, Schweißechtheit, Speichelechtheit, Waschechtheit und des Einlaufens festgelegt.

Sämtliche Endprodukte müssen Rückstandsgrenzwerte hinsichtlich einer umfassenden Liste gesundheitsgefährdender und umweltbelastender Stoffe einhalten. Die „International Labour Organisation" definiert Kriterien, die für den GOTS als minimale Sozialkriterien gelten: Verbot von Zwangsarbeit, Kinderarbeit, Misshandlung oder Diskriminierung, gerechte Löhne, Arbeitsschutz und Vereinigungsfreiheit.

NATURTEXTIL ZERTIFIZIERT BEST

Dieses Qualitätszeichen des IVN steht für höchstmöglichen ökologischen Anspruch und übertrifft damit nochmals deutlich die Anforderungen des GOTS. Der grundlegende Unterschied besteht darin, dass die Textilien aus 100 % zertifiziert ökologischen Fasern hergestellt sein müssen.

Die Liste zugelassener Farben und Hilfsmittel ist kürzer, als die für den GOTS, beispielsweise wird keine Ausnahme für Kupfer bei den schwermetallhaltigen Farben gemacht. Das Mercerisieren, also die Veredelung von Baumwollgarnen mit Natronlauge zur Erhöhung des Glanzes, ist verboten. Auch optische Aufheller sind nicht erlaubt.

Bei Zutaten und Accessoires sind keine Einlagen, Stickgarne oder Bänder aus Viskose erlaubt, sie müssen ebenfalls aus Naturfasern bestehen.

Quelle: IVN

Drucken

Nickelfrei

Nickel ist ein silbrig-weißes Metall und der häufigste Auslöser von Kontaktallergien. In Deutschland sind schätzungsweise 2 Mio. Menschen gegen Nickel sensibilisiert. Außerdem führt das Einatmen anorganischer Nickelverbindungen zu einem erhöhten Lungenkrebsrisiko. Deshalb verwendet Engel bei Druckknöpfen und sonstigen Verschlüssen nur nickelfreie Materialien.

Drucken

P

Pflegesymbole

Waschen

Normalwaschgang
Schonwaschgang
Spezialschonwaschgang
Handwäsche

Die Zahlen im Waschbottich entsprechen den maximalen Waschtemperaturen, die nicht überschritten werden dürfen. Der Balken unterhalb des Waschbottichs verlangt nach einer (mechanisch) milderen Behandlung (Schonwaschgang). Er kennzeichnet Waschzyklen, die sich zum Beispiel für pflegeleichte und mechanisch empfindliche Artikel eignen. Der doppelte Balken kennzeichnet Waschzyklen mit weiter minimierter Mechanik, z.B. für Wolle.


Bügeln

heiß bügeln
mäßig heiß bügeln
nicht heiß bügeln, vorsicht beim Bügeln mit Dampf
nicht bügeln

Die Punkte kennzeichnen die Temperaturbereiche der Reglerbügeleisen.


Tumblertrocknung

Trocknen mit normaler thermischer Beanspruchung
Trocknen mit reduzierter thermischer Beanspruchung
Trocknen im Tumbler nicht möglich

Die Punkte kennzeichnen die Trocknungsstufe der Tumbler (Wäschetrockner).


Bleichen

Chlor- und Sauerstoffbleiche zulässig
nur Sauerstoffbleiche zulässig/ keine Chlorbleiche
nicht bleichen



Professionelle Textilpflege

keine Chemischreinigung möglich
keine Nassreinigung möglich


Die Buchstaben sind für die chemische Reinigung bestimmt und geben einen Hinweis auf die in Frage kommenden Lösemittel. Der Balken unterhalb des Kreises verlangt bei der Reinigung nach einer Beschränkung der mechanischen Beanspruchung, der Feuchtigkeitszugabe und/oder der Temperatur.

Dieses Symbol kann Artikel kennzeichnen, die im Nassreinigungsverfahren behandelt werden können. Es wird als zweite Zeile unter dem Symbol für die Chemischreinigung angebracht. Die Balken unterhalb des Kreises verlangen bei der Nassreinigung nach einer Beschränkung der mechanischen Beanspruchung (siehe Waschen).

Drucken

R

Raglan

Ärmelschnittform, bei der Ärmel- und Schulterteil aus einem Teil bestehen. Die Raglannaht verläuft vom Halsring quer über die Brust und schräg über den Rücken zum Armloch.

Drucken

S

Schappe-Seide

wird aus dem Kokon des Wildseidenspinners gewonnen. Es sind die langstapeligen Fasern, die im Schappespinnverfahren zu Tussahseide versponnen werden.

Drucken

Seide

Der Seidenfaden ist eine tierische Eiweißfaser, der aus dem Kokon der Seidenspinnerraupe gewonnen wird und in Aufbau sowie Eigenschaften der Wollfaser ähnlich ist. Die außerordentlich langen Fasern der Naturseide, ihre Reißfestigkeit, Feinheit und ihr charakteristischer Griff machen sie zu einer der edelsten Textilmaterialien. Sie wirkt Temperatur ausgleichend und ist besonders hautverträglich, also für hautempfindliche Menschen sehr geeignet.

Seide kann 40 % ihres Eigengewichtes an Feuchtigkeit aufnehmen. Sie regeneriert sich, ähnlich wie Wolle, an der frischen Luft und muss nicht so häufig gewaschen werden. Zu empfehlen ist Handwäsche in warmem Wasser ohne Rubbeln. Vermeiden Sie beim Trocknen zu lange, direkte Sonneneinstrahlung, da die Faser sonst brüchig wird und an Festigkeit verliert.

Drucken

W

Wolle

Wollhaare sind Eiweißfasern und in ihrer Zusammensetzung der menschlichen Haut ähnlich. Als Wolle wird nur Schafhaar bezeichnet. Alle anderen Tierhaare von Lamas, Vikunjas, Ziegen, Angorakanin und Kamelen, werden nicht als Wollen definiert, obwohl sie sich im Aufbau alle ähneln. Alles sind Eiweißfasern, die aus Keratin (Horn) bestehen. Das Wollhaar hat einen charakteristischen Aufbau durch seine feinen, stufenartig übereinander liegenden Schuppen. Diese äußeren Schuppen können sich bei falscher Behandlung so ineinander verhaken, dass die Schuppen fest verzahnt sind, d. h. die Wolle verfilzt. Schurwolle sind Wollhaare, die man durch Scheren lebendiger Schafe gewinnt. Nur die Erstverarbeitung darf als reine Schurwolle bezeichnet werden. Merinoschurwolle stammt vom Merinoschaf, sie ist fein gekräuselt und anschmiegsam weich.

Drucken

Wolleeigenschaften

Wolle ist sehr elastisch. Sie ist Schmutz und Wasser abweisend. Wolle wirkt sehr Temperatur ausgleichend und Wärme regulierend. Sie hält besser warm, als alle anderen Materialien. Sie reguliert die Hautatmung und den Sauerstoffaustausch. Sie kann bis zu 1/3 des Eigengewichts an Feuchtigkeit aufnehmen, ohne sich nass anzufühlen. Außerdem ist Wolle von Natur aus fetthaltig.

Durch die Schmutz abweisende Eigenschaft ist häufiges Waschen überflüssig, denn die Wolle regeneriert sich selbst, in Verbindung mit sauerstoffreicher Luft, also durch Lüften im Freien.

Drucken

Wäschepflege

Wäsche aus Wolle und Wolle/Seide sollte man mit Wollwaschmittel möglichst von Hand waschen. Bitte nicht einweichen, nicht rubbeln, nicht wringen und in reichlich Wasser schwenken. Wichtig ist, dass Wasch- und Spülwasser die gleiche Temperatur haben, damit die Wolle keinen Kälteschock erleidet. Dies hätte zur Folge, dass die Wolle verfilzt. Nach dem Waschen die Wäsche in ein Handtuch wickeln, ausdrücken, in Form ziehen und liegend trocknen. Die meisten unserer Produkte aus Wolle und Wolle/Seide sind inzwischen maschinenwaschbar.

Für Maschinenwäsche gilt: Im Wollwaschgang bei 30°C in der Waschmaschine waschen. Waschwasser und Spülwasser müssen die gleiche Temperatur haben, denn ein sogenannter Kälteschock führt zum Verfilzen der Wolle. Bei allen neueren Waschmaschinen heizt das Programm „Wollwäsche oder Handwäsche" das Spülwasser auf die gleiche Temperatur wie im Waschgang auf. Damit wird der Kälteschock vermieden. Das Programm „Feinwäsche" hingegen garantiert diese Temperaturangleichung nicht.

Im Wollwaschgang wird das Waschgut schonend hin- und her bewegt und nur mit einer sehr geringen Drehzahl geschleudert (lntervallschleudern). Wenn das Maschinenprogramm keine geringe Schleuderleistung vorgibt, bitte manuell auf die geringst mögliche Drehzahl einstellen.

Waschmittel: Als Waschmittel sollte ein spezielles Produkt für Wollwäsche verwendet werden. Seide und Wolle sind Eiweißfasern, die grundsätzlich mit Produkten gepflegt werden sollten, die im leicht sauren Bereich liegen (PH-Wert kleiner 7). Solche Produkte wirken nicht entfettend und schonen gleichzeitig die Fasern. Alkalische Produkte (z.B. Vollwaschmittel, PH-Wert größer 7) führen zum Verfilzen der Wolle, selbst bei sonst richtiger Behandlung.

Wäsche aus Baumwolle ist maschinenwaschbar. Bitte keine Waschmittel mit bleichender und aufhellender Wirkung verwenden.

Bitte beachten Sie die Pflegehinweise auf unseren Wäscheverpackungen. Eine Erläuterung der Symbole finden Sie unter Pflegesymbole.

Drucken